Geschichte

Der Grundstein für die rasante Entwicklung im Bereich der studentischen Rechtsberatungen in Deutschland wurde durch das Inkrafttreten des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) am 01. Juli 2008 gelegt. Die Änderungen ermöglichen es erstmals, dass Studenten den Übergang von der Theorie in die Praxis schon während ihres Studiums erleben und das Gelernte in der Rechtsberatung praktisch anwenden können. Als eines der ersten Rechtsberatungsprojekte etablierte sich die studentische Rechtsberatung an der Universität Düsseldorf bereits im Jahr 2010.
Seitdem haben universitäre Projekte rasch nachgelegt, etwa die Studentische Rechtsberatung Bielefeld, die vorbildhaft von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und Studenten etabliert wurde und im regulären Studienprogramm für jeden Studenten ansteuerbar ist, um das im Studium erlernte Wissen auszubauen und nahtlos in den Studienalltag zu integrieren.
Genannt seien auch die Studentische Rechtsberatung Göttingen, die in enger Kooperation mit sozialen Projekten, wie die Göttinger Tafel arbeitet, und die Studentische Rechtsberatung in Leipzig, wo man versucht lebensnah nachempfundene Realität mit entsprechenden ergänzenden Schulungen von Studenten und für Studenten zu realisieren.
Binnen weniger Monate hat sich ein großes Netz aus Studenten an einem Großteil der Rechtswissenschaftlichen Fakultäten gebildet, die inzwischen zum BSRB dazugestoßen sind, um gemeinsame Interessen zusammenzuführen. So haben alle bestehenden studentischen Rechtsberatungen, wenn man die Anzahl der Facebook Unterstützer zusammenzählt, inzwischen nahezu 7300 Fürsprecher, was bei aktuell ca 92.000 eingeschriebenen Jura Studenten eine beachtliche Summe darstellt.
Beflügelt durch diese Entwicklung der letzten Monate kommen Monat für Monat mehr interessierte Studenten mit dem Wunsch, eine eigene Rechtsberatung zu gründen oder sich einer bestehenden anzuschließen, auf den BSRB zu. Unsere Aufgabe ist es, diese Menschen zusammenzuführen und einen nachhaltig positiven Einfluss, zum einen auf die juristische Ausbildung als ein ergänzendes Konzept, als auch auf unsere Gesellschaft im Sinne des Pro Bono – Gedankens, zu nehmen.